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- 1. Snow White
[Instrumental]
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- 2. Wanderer Bei Fels Und Fjord
Wie mA¼de Wanderer im harten Land
Karg und leergebrannt
Erschauernd im Abglanz der Ewigkeit
Schon schwinden Namen und Zeit
Mit klammen Gliedern vorwA¤rts geh'n
Ohne auch nur ein Ziel zu seh'n
Wer sucht noch Sinn in einem Leben
Das hohl und voll von hohlem Streben
Propheten der VergA¤nglichkeit
Hatte man lA¤ngst erhA¤ngt
Dornen birgt der wache Geist
Weh dem, der sich verfA¤ngt
Doch streben wir nicht nach der Gnade
Die das Volk uns gern verspricht
Schwemmten wir unser Blut zu Bade
In dem ihr Geist die HA¤nde wA¤scht
Wir sind Wanderer bei Fels und Fjord
TrA¤umend und alt
Einsam und kalt
Wenden uns ab und wandern fort
Trotzen den Blicken
In uns'ren RA¼cken
Klagen euch an: Aœbermenschenmord
Strebt nur nach Gewinn, BetA¤ubung, Huren
Wir leben fort - wo sind eure Spuren
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- 3. Thanatos Phobein
[Instrumental]
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- 4. Winters Schwingenschlag
Die KA¤lte des gefror'nen Bodens
Steigt als weisser Dunst in die Nacht
Die Luft ist klirrend, schneidend scharf
Und hat die BA¤ume mit Raureif gekrA¶nt
Tannen ragen schwA¤rzlich drohend
in tiefes, dunkles SturmgewA¶lk
am Horizont die Sonne fA¤llt:
die Welt den reif'gen Atem hA¤lt.
Nie werde ich den FrA¼hling seh'n
Wie sehne ich den Herbst zurA¼ck
Und dennoch, dieser Augenblick
Scheint ewig in mir stillzusteh'n
Kalte Sterne glA¼hen teilnahmslos am Firmament
Mein Schritt knirscht laut im grellen Harsch
Nur weiter - kein Blick zurA¼ck
Schwer trenn' ich mich vom MenschenglA¼ck
Und doch, die Welt liegt hinter mir
Schweigend um mich trauert nicht
Denn ich war nie ein Teil von ihr
Nie spA¼rte ich den Schmerz so kalt -
Nie schien in mir das Leid so alt
Der Frost hat die Welt im Schlaf A¼bermannt
Und streckt seine Schwingen A¼ber das Land
Alles Leben zu ersticken -
Der Schlag des Herzens kaum erkannt
Auf ewig nun vom Licht verbannt
Wie schauerlich das Ende zu erblicken...
So fliehe ich die Menschenheit
Und wand're fort in Einsamkeit
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- 5. Norn
Tief in dunkler Halle
Throne ich im Berg
Sichtlos meine Augen
Kalt wie Stein mein Herz
Mein Antlitz nie erblicket
Mein Heer vernichtend stark
So harre ich
So warte ich
Gewisslich kommt mein Tag
Abertausend Krieger
HA¶ren auf mein Wort
Ein Wink der kalten Hand
Reisst Kaiserreiche fort
Meine Augen sind die Raben
Und kriechendes GewA¼rm
Das Schwert ist stark
Der Speer ist schnell
Von Hexenholz mein Schirm
Ich kenne keine Gnade
Ich kenne kein Verzeih'n
Schon abertausend Jahre
Sah ich die Pest gedeih'n
Bald stA¼rzen nun die Menschen
Und ihr verderblich Tun
Dann lache ich
So ich's noch kann
Und werde endlich ruh'n.
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- 6. Patina
GrA¼n war die Welt noch einst
Da Licht dem Schatten A¼berwog
Da Geist noch hoch und reinst
GeschA¶pfet war aus gold'nem Trog
Im weissen Garten legten nieder
Weise MA¤nner ihrer HA¤upter Samen
An den Toren; und sie sangen Lieder
Die nur die Winde noch vernahmen
Wie die Jahrtausende verflossen...
Man hoffte, aus dem Samen werde
Wieder Licht. Zuletzt entsprossen
Faule FrA¼chte nur der Erde
Heut' spriesst an ZA¤unen nur der Rost
Und vor den grossen schwarzen Toren
Trinken MA¤nner bitt'ren Most
Den ihre VA¤ter weiland goren
Auf Moos und Steinen schlA¤ft der Staub
Die Beete lang verlassen
Kein Geist kehrt mehr das Laub
Aus den hohlen Gassen
Am Bache hatte irgendwer
Die BA¤ume lA¤ngst geschlagen
Im Moder, tief im Efeumeer
Erstickt ihr stilles Klagen
Droben in der Finsternis, in
Strahlen zerbrochener Laternen
Prangt die Inschrift aus Platin:
"Hier soll die Menschheit lernen."
Zuletzt schlug ein verhA¼llter Mann
Ein Bote wohl der letzten Stille
Dort eine zweite (hA¶lzerne) Tafel an:
"Der Menschheit letzter Wille."
Hellwach in meinem Herzen klafft
Die Wunde stumpfer Schwerter
Ein Palimpsest von Urteilskraft
Ein Schatten von in sich gekehrter
Grau-melierter Weltensicht.
Etwas in mir spricht noch
Ein verhallt-verklungenes Gedicht
Und schliesst dann leis' die Augen.
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- 7. Jingizu
Jingizu! - so viel Leid
Doch wehren meine Worte
Nicht dem Lauf der Zeit
Und nicht dem kalten Eisen
Das mein Volk verzehrt
Keiner wird entkommen
Und Flucht ist uns verwehrt.
Drum opf're ich mich auf
Und greife Dunkelheit
Von Hexenholz und Eisen
Von Spitze bis zum Knauf
So schmiede ich Verderben
Und wenn wir schon vergehen
So sollen keine Menschen
Den ErlkA¶nig beerben.
Jingizu! - so viel Hass
So wollen wir nun sterben
Gesichter, leichenblass
Und Herzen kalt wie Eis
Noch wehre ich der Schmerzen
Doch rast bereits der Fluch
So heiAY in meinem Herzen.
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- 8. Spa¤etsommerabende
Zerbrach der Spiegel der Illusionen
Das morsche Glas in meinen HA¤nden
Das Blut, das von den Fingern troff
Schrieb Liebesworte an staubigen WA¤nden
Doch in versiegelte Kammern
Dringt nie eines Menschen Blick
Und zu alten kalten Galgen
Schaut kein Wand'rer gern zurA¼ck
Fliehendes Blut hat die Stunden
Des Sterbens kaum verkA¼rzt
Doch berauscht Verrates Kinder
Keiner hat lesend in den Wunden
Erkannt: der einz'ge Sinn der
Throne ist, dass man sie stA¼rzt
Im Schatten der eisigen Ruinen
Sitzt kichernd bA¶se Ironie
Dass gerad' der frommste aller MA¶nche
Den Reliquienschrein bespie
Nur noch stumme stumpfe Popen
Hausen in den hohen Hallen
Siegeln murmelnd die Kanopen
Und lachen leise wenn sie fallen
Bereitet fA¼r die Ewigkeit
Zerborsten nach so kurzer Zeit
Leise knarrend wie von ferne
Siehst du meinen Leichnam schwingen
Lauf, es dA¤mmern schon die Sterne
Und im Wald die Eulen singen