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- 1. Gedanken
...Als ich innehielt
und all das Leid sah,
welches ihr wiederfahren war,
versprach ich mir selbst
niemals wieder eine Trane
zu vergießen
bei dem Gedanken
sie jemals wieder zu sehen.
Dennoch vom dunklen Thron
zwischen den Baumen herab gestiegen,
um auf ewig
in der Dunkelheit zu wandeln
als Geist,
als Windhauch,
welcher das Harr mit den Schneeflocken
tanzen lasst.
Selbst nie erkennend die Unendlichkeit,
welche gleich der Sunde nie vergeht.
Die Romantik, welche ihr den Tod
einer Scharfen Klinge nahe legte,
versprach ein anderer zu werden
als ihrer selbst.
Weinend,
winselnd,
sich beugend vor Schmerz,
welcher ihr das Blut
aus dem Korper fließen lasst und...
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- 2. Mit Raben Und Wolfen
Mit Raben und Wolfen
tanzen wir ums Feuer,
verborgen tief im Inneren der Walder.
Die Runen des Schutzes
an den Asten der Baume angebracht.
Hexen und Trolle
erzahlen mit dem Flustern des Waldes
die Sagen der Alten
Blut der Besiegten,
welches wir aus den uralten Hornern
unserer Ahnen trinken,
fließt mit der Schonheit der Nacht.
Von der Schlacht,
dem Graul,
der Ehre und der Macht
singen sie mit uns meine Lieder
unter des Mondes Schein.
Oh, bezaubernder Glanz, kaltes Licht
Und verborgen
tief im Inneren der Walder
tanzen wir zu den Klangen:
Gekreischt von den Raben,
geheult von den Wolfen,
geschrieben mit dem Blut unserer Feinde.
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- 3. Aus Dem Vereisten Unterholz Verschneiter Walder
Aus dem vereisten Unterholz verschneiter Walder,
blickend auf die niedrige Art Mensch.
Verachtung breitet sich aus,
mein Herz erfriert.
Hass, der uns zur Vernichtung triebt.
Auf in den Kampf gegen
Zweifel, Gier, Selbstverherrlichung und Gebet.
Aus dem vereisten Unterholz verschneiter Walder.
Die Klinge,
die den Rumpf abgetrennt.
Das Blut,
welches ins Gesicht mir spritzt.
Der Boden,
der mit toten Leibern bedeckt ist.
Verfault.
Es stinkt und lockt zugleich.
Aus dem vereisten Unterholz verschneiter Walder.
Wie wir kamen,
So verschwanden wir.
Doch kommen wir immer wieder.
Aus dem vereisten Unterholz verschneiter Walder.
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- 4. Des Waldes Frostiger Hauch
Ruhig, still und bedrohlich
Steigt er zwischen den Waldern auf.
Seinen Weg selbst sich bahnend,
von nichts gehalten, auf das Feld ins Tal hinab.
Nur des Mondes silbern Licht,
das zu mir durch die Tannen bricht,
bahnt meinen Weg.
Trostlosigkeit umschließt meine Gedanken,
welche klar wie jungfrauliches Wasser einer Quelle
Das aus dem Berge bricht.
Flusternd erzahlt das Waldes Wind von ihr,
der Schonheit, an die ich mein Herz verlor.
Schmerz, welcher niemals enden wird.
Liebe, die mich jede Nacht vorwarts treibt.
Sie wiederzufinden in den Erzahlungen
des Waldes frostigem Hauch.
Doch lag sie da, der Schnee blutgefarbt, verschmiert.
Ihre Venen geoffnet.
Hingabe.
Die Klinge gefuhrt von jener Hand,
welche ihr die Tranen absteifte jede Nacht zuvor.
So ruft mich ihr Geist jede Nacht auf neu'
zu ihr in den Wald.
Flusternd von ihrem Leid,
mit welchem ich sie begluckte.
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- 5. Winternacht
Aus dem Nebel uberm Wald,
scheint er in voller Pracht.
Das dustere Antlitz seiner Kalte,
steht ruhig fur Ruhm und Macht.
Am Firmament kannst du ihn sehen.
Die Strahlen tanzen durch den Nebel.
Nie wird dies vorubergehen.
Eine kalte Nacht.
wo der Vollmond lacht.
Der Wolf mit seinem Rudel zieht
und in das Dunkel der Walder flieht.
Ein schwarzer Dolch in weißer Hand,
wo alles Leben durch einen Kreis verbannt.
Ein kleines Feuer still nun brennt,
das Opfer zerfetzt zu Boden fallt.
Ich hor den Schrei in finstrer Nacht.
Einst sah ich nur die weiße Pracht.
Der Schnee fallt leise,
die letzte Fackel erlischt...
...So ziehe ich weiter.
Voll Ruhm und Stolz
in das Dunkel der Nacht.
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- 6. Dunkle Romantik
Der Mondschein, das Dunkel ringsumher.
Das Singen meiner Kinder der Nacht
- wunderschon -
Nun wird es Zeit, meine Gedanken sind frei.
Kein schmerzendes Licht auf meiner Haut.
Hunger nach Fleisch und Blut
treibt mich voran.
Um zu essen das Fleisch,
um zu trinken das Blut des Lebens
tief in ihr - in mir.
Reitend auf der Bestie Mensch.
Dunkle Romantik in sakralem Raum
um zu saugen bei Kerzenlicht
das Blut aus jungfraulichem Korper.
Der Biss - der Genuss.
Das Leersaugen ihres weißen, kalten Korpers
Die Hingabe zum erotischen Schmerz.
Taufe mit Blut,
dass Lecken unserer Wunden.
Um der Liebe Willen.
Tot - und doch voll Leben? - Voll Liebe?
Blut, das uber ihre Wangen , wie Tranen fließt.
Blut, das ewiges Leben verbirgt - Nosferatu.
Blut, das uber ihren Schleier rinnt - der Schrei.
Ein stilles Gebet?
Das Leben stromt aus ihr
wie eine kleine Quelle in der Einsamkeit.
Nun liegt sie da leblos - kalt - weiß und wunderschon.
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- 7. Aaskereia
Der Verfall toter, stinkender Leiber.
Die Seelen gefallener Krieger holend,
jagen sie durch den dreizehnten Mond der raunen Nachte.
Wotan auf Sleipnir getragen,
dem Sturm voran durch die kalte Mittwinternacht.
Das Totenheer voll stolzer Krieger,
jagend durch die Nacht.
Des Schwertes Stahl hat sie erfasst,
eiskalt in finsterer Nacht.
Gelobt sei Wotans wilde Jagd.
Auf Midgard ruht die weiße Pracht.
Oh, ehrenhafter Tot,
verblendet und gehasst von der
"Barmherzigkeit" der Kirche.
Thronend auf Hlidskjalf,
blickt er auf schandliches Pack Midgards,
welches gepriesen von der "Barmherzigkeit" der Kirche.
Oh, verblendetes Volk!
Doch wir jagen uber Bifrost, in Asgard ein
und werden stolze Krieger sein...
...und treffen in Walhalla unsere Vater.
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- 8. Hexensabbat
In der Walpurgisnacht
wandelnd durch die Dusternis
Des Waldes
und seiner unbarmherzigen Schonheit.
Begleitet von Liedern,
welche die Raben
am Himmel laut durch die Nacht krachzen.
Endlich angekommen an der Schneise,
wo sich die Baume zu einer Lichtung gereiht.
Du sollst zum Tanze kommen!
Erschallt es aus dem grauenhaften Getummel
von Ziegenbocken.
Ein Horn ertont!
Bemerkt habe ich die Veranderung ringsumher nicht.
Doch dem Horn Aufmerksamkeit geschenkt,
erkenne ich, eine faule Leiche,
welcher ich die Gedarme aus dem Leibe zog.
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- 9. Verhasst
Eines Nachts
Als ich die Lichtung auf dem Berge erreichte,
erblickte ich dort unten im Tal
die ganzen Lichter der Menschenhauser.
Ein bedruckenden Gefuhl von Hass
brach mit des Mondschein uber mir ein.
Das Volk der Christen
Ruht unten im Tal.
Zorn packt meinen Korper
Und reißt ihn zuruck in den Wald.
Kein Mensch,
fahles Licht,
rascheln,
flustern.
Und dort wusste ich es wieder:
Ich bin verhasst in alle Ewigkeit...